EEG-Gerät mit Elektroden zur Messung der elektrischen Hirnaktivität in der neurologischen Praxis Neuro im Zentrum St. Gallen

EEG

Ein EEG (Elektroenzephalogramm) ist eine neurologische Untersuchungsmethode zur Aufzeichnung der elektrischen Aktivität des Gehirns. Das EEG misst über Elektroden auf der Kopfhaut die Spannungsschwankungen, die durch die Aktivität von Nervenzellen im Gehirn entstehen. Diese werden in Form von Wellenmustern auf einem Monitor oder Papier sichtbar gemacht. Verschiedene Hirnwellen (Alpha, Beta, Theta, Delta) geben Aufschluss über den Zustand des Gehirns – z. B. Wachheit, Schlaf oder pathologische Aktivität.

 

Indikationen – Wann wird ein EEG durchgeführt?

Ein EEG wird vor allem in folgenden Fällen eingesetzt:

 

  • Epilepsie: Zum Nachweis epileptischer Aktivität oder zur Verlaufskontrolle
  • Bewusstseinsstörungen: Bei Ohnmacht, Verwirrtheit oder unklaren Bewusstseinsverlusten
  • Schlafstörungen: Wie Narkolepsie oder Schlafapnoe
  • Entzündliche Erkrankungen: Etwa bei Verdacht auf Enzephalitis oder Meningitis
  • Demenzdiagnostik: Unterstützung bei der Beurteilung kognitiver Einschränkungen
  • Hirntumoren oder Schlaganfälle: Ergänzende Diagnostik

 

Ablauf der Untersuchung

 

Vorbereitung:

Der Patient sitzt oder liegt entspannt.

Die Kopfhaut wird an den Messpunkten gereinigt.

20–25 Elektroden werden nach dem internationalen 10-20-System auf der Kopfhaut angebracht.

 

Aufzeichnung (ca. 20–30 Minuten):

Patient:innen können möglichst entspannt und ruhig bleiben.

Es werden verschiedene Aktivierungsproben durchgeführt, z. B.:

  • Hyperventilation (tiefes Atmen) – kann Anfälle provozieren
  • Photostimulation (Lichtblitze) – testet Reaktion auf visuelle Reize

Nachbereitung:

Die Elektroden werden entfernt.

Die Aufzeichnung wird ärztlich ausgewertet und interpretiert.